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Duale Hochschule Baden-Württemberg-Stuttgart,
Neubau Fakultät Technik,

- Anwohnerinformation zur Baustelle -

Bild: Animation, Gebäudeperspektive, Standpunkt Ecke Rosenbergstraße und Hegelstraße
Animation:
Büro 3XN A/S, Kopenhagen

  

Beschreibung

Bauherr:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Schwäbisch Gmünd,
Rektor-Klaus-Straße 76, 73525 Schwäbisch Gmünd

Fragen zum Projekt richten Sie bitte an die Projektleitung:
Herr Clemens Roth, Email: Poststelle@vbv.bwl.de, Cc an Clemens.Roth@vbv.bwl.de  

Örtliche Bauleitung/Aufsicht:
Büro Wenzel und Wenzel 

Maßnahmenbeschreibung:
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg verbindet den staatlichen Bildungsauftrag mit praktischer, unternehmensbezogener Ausbildung. Der Hochschulstandort Stuttgart der DHBW mit rund 8.000 Studierenden und 270 Mitarbeitern (ohne Campus Korb) ist die drittgrößte Hochschuleinrichtung in Stuttgart. Das Studienangebot umfasst die Fakultäten Wirtschaft (ca. 50 %), Technik (ca. 37 %) und Sozialwesen (ca. 13 %). Die aktuelle Unterbringung ist für eine moderne Hochschule und den heutigen Anforderungen an Forschung und Lehre unzureichend. Auch ist die Präsenz im Stadtbild nicht angemessen erkennbar. Die DHBW-S ist zurzeit in 22 Gebäuden an 18 Standorten untergebracht. Diese zersplitterte Lage im Zentrum von Stuttgart führt zu strukturellen und logistischen Problemen. Im geplanten Gebäude soll die Fakultät Technik zentral untergebracht werden. Es ist ausgelegt für 1900 Studierende und 100 Mitarbeiter der Verwaltung und der Lehre , bei einer Nutzfläche von rd. 15.000 m² und einem Volumen von BRI 116.000 m³. Die Nutzungen umfassen einen Dekanatsbereich, einen Veranstaltungssaal, ein Hörsaal, eine Cafeteria, Unterrichts- und Seminarräume, Labore, Werkstattbereiche, ein Rechenzentrum, Bürobereiche mit Sekretariaten sowie in Verkehrsflächen integriert Kommunikationsbereiche. Das Gebäude wird nach dem Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen BNB zertifiziert. 

Vorbereitung:
Die Baumfällarbeiten gemäß Baumschutzsatzung der Stadt Stuttgart fanden bereits im Februar 2016 statt, im Vorfeld wurde eine Artenschutzbegehung mit Baumbewertung durchgeführt. Im Hoppenlaufriedhof wurden durch Nistkästen zusätzliche Brutmöglichkeiten geschaffen. Vor dem Baubeginn fand eine Beweissicherung der angrenzenden Gebäude im Keller und an der Fassade satt. Die Baugenehmigung wurde am 27.09.2016 vom Baurechtsamt Stuttgart, unter Beteiligung der Fachbehörden der Stadt erteilt. 

Baufeld:
Das Baufeld umfasst den Feuerwehrblock für das Gebäude und Teile des Rothmannblocks für die Baustelleneinrichtung. Die beiden Grundstücke werden über die Lerchenstraße verbunden. Die Baustelle wird hauptsächlich über die Hegelstraße, zum Teil über die Lerchen-, Hoppenlau- und Rosenbergstraße angefahren. 

Bild und Download als PDF in neuem Fenster: Verkehrszeichenplan (1,4 MB)
Verkehrszeichenplan:
Büro Karajan, Stuttgart 
(zum Vergrößern bitte anklicken.)
  

Bauablauf (Stand 03/2017): 

1. Verkehrsleitende Maßnahmen

Dauer:
Oktober 2016 bis Ende der Baumaßnahme, Erstellung im Rahmen Erd-, Verbau- und Wasserhaltungsarbeiten

Über die Dauer der Maßnahme sind auf öffentlichem Grund verkehrsleitende Maßnahmen erforderlich. Diese umfassen in der Hauptsache:

  • Verlegung der Fußgängerwege Bereich Lerchenstraße und Bereich Rosenbergstraße.
  • Sperrung der Lerchenstraße
  • Sperrung der an das Baugrundstück und die Baustelleneinrichtungsfläche grenzende Gehwege, Bereich Hegelstraße, Hoppelaustraße
  • Sperrung von Parkplätzen
  • Verlegung der Fußgängerampel in der Hegelstraße
  • Verschmälerung des Straßenprofils im Bereich Hegel-,Rosenberg- und Hoppelaustraße. Die Lerchen- und die Hoppelaustraße werden zu Einbahnstraßen. 

2. Erd-, Verbau- und Wasserhaltungsarbeiten

Dauer:
ca. Oktober 2016 bis März 2017

Nach Abschluss der bauvorbereitenden Maßnahmen, der Erkundungsarbeiten , der Sondierungen und der Rasterbeprobungen beginnen die Verbauarbeiten und der Aushub. Die Keller der im Krieg zum größten Teil zerstörten Gebäude werden im Zuge der Aushubarbeiten abgebrochen.  

Verbau:
Als Baugrubenverbau ist eine umlaufende Trägerbohlwand vorgesehen. Der Verbau besteht aus senkrechten Stahlträgern im Abstand von ca. 2m die mit Holzbohlen und Spritzbeton ausgefacht werden. Die Stahlträger werden auf öffentlichem Grund verankert. 

Aushub:
Das Grundstück wurde vor den Arbeiten bezüglich Altlasten mittels einer Rasterbeprobung untersucht. Das Aushubmaterial wird gemäß den Vorschriften VWV Boden Baden-Württemberg, Deponieverordnung, DepV, UVM-Erlass entsorgt. Die Aushubarbeiten werden von einem Bodengutachter begleitet.

Bezüglich der Kampfmittel fand eine Sondierung statt, die Aushubarbeiten werden durch den Kampfmittelräumdienst begleitet. 

Wasserhaltung:
Durch die Baumaßnahme erfolgt eine Freilegung des Grundwassers, dieses wird während der Bauzeit abgesenkt. Zur Kontrolle des Grundwassers sind Messstellen eingerichtet.

3. Rohbauarbeiten

Dauer:
ca. März 2017 bis Februar 2018

Nach den Erdarbeiten wird die Bautätigkeit mit folgenden Arbeiten fortgesetzt.

  • Baustelleneinrichtung, z.B. Kranstellung
  • Fundamente
  • Grundleitungen
  • Unterbau Bodenplatte
  • Entwässerungskanalarbeiten
  • Teilrückbau Verbau
  • Stahlbeton- und Mauerarbeiten UG – 5.OG mit Atriumtreppe

Im Rahmen der Rohbauarbeiten wird die Gebäudekonstruktion hergestellt. Vorgesehen ist ein Stahlbetonskelett mit aussteifenden Betonkerntreppenhäusern, Stahlbetonstützen und ressourcensparenden Hohlkörperdecken. Unter dem Erdgeschoss befindet sich vollflächig, mit über 5 m Geschosshöhe, das Technik-Untergeschoss. Die Gebäudegründung erfolgt mittels einer ca. 30 cm starken, durchgehenden Stahlbetonbodenplatte auf Streifen- und Einzelfundamenten.

Zur Abdichtung des gesamten Untergeschosses wird dieses als sog. Weiße Wanne ausgebildet.

Die oberste Dachdecke, incl. deren wellenförmigen Pultdachverlauf längs der Hegelstraße, wird als Stahlbetondachdeckenplatte ausgebildet.


Gebäudeschnitt Bereich Atriumtreppe:
Büro 3 XN, Kopenhagen
(zum Vergrößern bitte anklicken.)

Atrium
Atrium
Foto: Rose Hajdu, Stuttgart

Atriumtreppe
Atriumtreppe
Foto: Rose Hajdu, Stuttgart

4. Stahl-, Glas Dach

Dauer:
Mai 2018 bis Januar 2019

Das 6-geschossige Atrium mit Freitreppe wird von einer filigranen, druckbeanspruchten Stahl-Konstruktion mit 248 Isolierglasfeldern überspannt. Für den Rauch- und Wärmeabzug sind 6 Cluster mit jeweils 6 Abzugsklappen vorgesehen. Die geschwungene Konstruktion spannt über eine Länge von 37 m und überdeckt eine Fläche von ca. 1.400 m².

Stahl- Glasdach
Stahl-, Glasdach
Foto: Rose Hajdu, Stuttgart

Stahl- Glasdach
Stahl-, Glasdach
Foto: Rose Hajdu, Stuttgart

Stahl- Glasdach
Stahl-, Glasdach
Foto: Rose Hajdu, Stuttgart

5. Dachabdichtung mit Begrünung

Dauer:
April 2018 – Mai 2015

Das hochgedämmte Dach wird extensiv begrünt, entsprechend dem Bebauungsplan sind technische Aufbauten sind nur in sehr geringem Umfang geplant (Stichwort 5. Fassade“).

6. Außenfassade

Dauer:
April 2018 - April 2019

Die Fassade wird als Pfosten/Riegel -Konstruktion in Glas/Aluminium ausgeführt. Der Anteil der verglasten und der opaken Elemente beträgt jeweils 50%. Vor den Fenstern sind bewegliche Aluminium-Jalousien geplant, die horizontalen Deckenvorderkanten bestehen aus hellem Faserzement dazu kontrastierend sind die Fensterrahmen in einem dunklen Ton gehalten. Die opaken Fassadenelemente erhaltenen eine anthrazitfarbene bzw. weiße Beschichtung. Zur Vermeidung von Vogelschlag wird die Verglasung schwachreflektierende ausgeführt.

7. Ausbau

Dauer: 
Mai 2018 bis April 2020

Beim Gebäudeausbau werden

die Innenwände, bestehend aus Trockenbau-, Glas-, Mobil-, und Sanitärwänden,die Bodenbeläge, bestehend aus Kautschuk, Zementestrich und farbigem Epoxidharz,die abgehängten Decken, bestehend aus perforierten Metalldecken, Rasterdecken, und Dämmplatten,die Türen, bestehend aus Holz-, Stahlblech- und Stahlrohrrahmentüren z.T. mit Verglasungen,sowie weitere Ausbauten wie Metallgeländer- und Umwehrungen hergestellt.

Die Oberflächen und Materialien entsprechen dem übergeordneten Materialkonzept, darin werden den Betonoberflächen im Wesentlichen die Materialien Metall, Glas und Kautschuk gegenübergestellt.

Im Rahmen des Technischen Ausbaus wird

die Anlagentechnik im UG mit Einbringung der Großgeräte,die Fördertechnik mit Hebebühne und Personen- und Lastenaufzügen,die Küchentechnikdie Werkstattechnik mit schalltechnisch entkoppelten Prüfständen für Elektro- und Verbrennungsmotoren, Rollenprüfständen und einem Windkanal,die Labore mit Arbeitstischen, Messtechnik und Digestorien,die Ausbauten in den Geschossen mit den Gewerken Heizung, Kühlung, Lüftung, Sanitär, Sprinklerung, Starkstrom, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Fernmeldetechnik, Brandmeldeanlage und Fördertechnik hergestellt.

Die Beleuchtungsanlage ist in energiesparender LED-Technik, die Lüftungsanlage mit Energierückgewinnung ausgeführt. Die Heizanlage ist an die städtische Fernwärme angeschlossen. Das Gebäude erhält gemäß Brandschutzkonzept als Feuerlöschanlage eine Vollsprinklerung.

8. Freianlagen

Aufgrund der Hanglage und den baurechtlichen Auflagen ist der Außenraum auf dem Grundstück sehr beengt bzw. belegt. Die Außenanlagen sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Auf die Berücksichtigung der baurechtlichen Forderungen nach Stadtgrün wurde großen Wert gelegt und die größtmögliche Begrünung der Freianlagen geplant. Die Haupterschließung des Gebäudes erfolgt barrierefrei im 1.Obergeschoss im Nord-Westen, Ecke Lerchenstraße / Hegelstraße führt. Eine weitere Zugangsmöglichkeit ist im Erdgeschoss über den Eingang Süd-Ost an der Ecke Rosenbergstraße / Hegelstraße gegeben. Von hier aus führt eine Treppe zum 1. Obergeschoss und der dreiflügeligen Brücke.

Über den Vorplatz im Südosten ist eine Zufahrtsmöglichkeit für PKW zu den KFZ-Werkstatträumen im Erdgeschoss und eine Einbringmöglichkeit für große Maschinen gegeben. Der Vorplatz im Norden dient auch als Anlieferungs- und Entladezone.

Eine dritte Verbindung zum Außenraum besteht im Süden von der Cafeteria im EG aus, hier ist ein Tiefhof angeschlossen, der über Treppenanlagen zur Straßenebene führt. Die steilen Geländeabstufungen werden als Treppen- bzw. Sitzstufenanlagen gestaltet und schaffen somit auch Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Der Hof dient auch als notwendiger Fluchtweg.

Der Höhensprung südlich der beiden tieferliegenden großen Vorlesungssäle an der Hoppenlaustraße wird dagegen bewusst begrünt. Es entstehen sogenannte ´hängende Gärten´ mit intensiven Pflanzungen aus Stauden, Farnen und Kleingehölzen, die optisch auch in die Säle hineinwirken.

Da der vorhandene Baumbestand nicht erhalten werden konnte, werden an den Gebäudezugängen neue Solitärbäume in Baumscheiben angeordnet.

360 baurechtlich notwendige Fahrradstellplätze werden an verschiedenen Stellen in Form von Fahrrad-Anlehnbügel vorgesehen.

Wesentliches Prinzip der Architekten ist es, eine gestalterische Verbindung der Innenräume mit den Außenräumen herzustellen. Daher werden sowohl die Vorplätze der drei Hauptzugänge, als auch der Innenraum mit homogenen, gegossenen Bodenbelägen ausgestattet.

Freianlagenplan
Freianlagenplan
Büro Koeber, Stuttgart

9. Störungen mit Gegenmaßnahmen

VBV ist bemüht, während der Bauphase auftretende Behinderungen und Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Für dennoch auftretende Störungen werden die Anwohner um Verständnis gebeten.

Lärmentwicklung
Der Betrieb der Baustelle erfolgt gemäß "Allgemeiner Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm-Geräuschimmissionen" (AVV). Die ausführenden Firmen sind vertraglich an die Einhaltung gebunden, kontrolliert von der örtlichen Bauleitung. Für den Fall, dass diese ausnahmsweise nicht eingehalten wird, bitten wir um Ihre Information.

Erschütterungen
Durch die Bohrungen für den Verbau und die Abbrucharbeiten können Erschütterungen auftreten. In diesem Fall sind Maßnahmen zur Erschütterungsvermeidung bzw. -reduzierung vorgesehen. So werden z.B. die Bohrungen für den Verbau im erschütterungsarmen Drehbohrverfahren erstellt.

Staubentwicklung
Der Staubminderungsplan und das Merkblatt zur Staubminderung auf Großbaustellen müssen eingehalten werden.

Beeinträchtigung der Parksituation
Im Bereich Lerchenstraße werden zusätzliche PKW-Stellplätze zur Verfügung gestellt.

Beeinträchtigung des Straßenverkehrs
Zeitweise Sperrung einer Spur der Hegelstraße zur Anbindung der Fernwärme

Geplante Maßnahmen im Zuge der Bauausführung

  • Feuchthalten des Abbruchmaterials durch gesteuerte Wasserbedüsung (sofern witterungsbedingt erforderlich).
  • Abbruchobjekte sind in große Teile zu zerlegen.
  • Abplanen der abfahrenden LKW
  • Gesteuerte Wasserbedüsung im Zuge des Erdaushubs sofern witterungsbedingt erforderlich, z.B. durch Bedüsung mit C-Schlauch, Schneekanone etc.
  • Umschlagverfahren mit geringen Abwurfhöhen. Abdeckung von Schuttrutschen und Auffangbehältern.
  • Im Zuge der Erd- und Spezialtiefbauarbeiten sind Materiallagerungen - wenn überhaupt - auf dem Nachbargrundstück/BE-Fläche nur in geringem Umfang vorgesehen.
  • Das Abbruch- und Aushubmaterial wird so schnell wie möglich entsorgt/verwertet.
  • Maßnahmen zur Straßen- und Wegereinigung im Nasskehrverfahren durch den AN, ggf. bei Bedarf mehrfach täglich.
  • Betonbohr- und Sägearbeiten sind im Nassverfahren auszuführen
  • Schleifarbeiten im Innenausbau (Trockenbau, Estricharbeiten) unter Einsatz geeigneter Absauganlagen

Weitere baubetriebliche Maßnahmen

Um einen ordnungsgemäßen Ablauf der Baumaßnahme zu gewährleisten wurde ein Baudienstleister beauftragt. In seinem Aufgabenbereich liegt u. A. die Entsorgung der anfallenden Abfälle über einen internen Wertstoffhof und die Zugangskontrolle der Baustelle.

Aus Sicherheitsgründen wird die Baustelle nachts über Bewegungsmelder kontrolliert welche auf eine Zentrale aufgeschaltet sind. Im Bedarfsfall wird die Baustelle durch einen Streifendienst kontrolliert.

Anmerkung

Der Bauablauf wird aktualisiert und fortgeschrieben.




 

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